Vorstandsinterview
Mensch und Maschine zeigt, wie belastbar ein Geschäftsmodell sein kann: Trotz Autodesk-Umstellung und Restrukturierung meldet MuM ein Rekordergebnis. Vor allem das vierte Quartal fiel stark aus. Das EBIT stieg um 42 %, wobei Vorstand Adi Drotlef den positiven Basiseffekt durchaus einordnet. Sein knapper Kommentar dazu: "Verdaut ist verdaut." Für Aktionäre ist die Botschaft ebenfalls klar: Vorgeschlagen werden 2,00 Euro Dividende je Aktie, davon 1,00 Euro ohne Steuerabzug. Zudem bleibt die Wahl zwischen Bar- und Aktiendividende bestehen. Interessant ist auch der Blick in die Bilanzpolitik: MuM aktiviert nur einen kleinen Teil der Softwareentwicklung und verbucht den Großteil bewusst direkt als Kosten. Diese eher vorsichtige Bilanzierung erklärt, warum das Unternehmen an seiner Vollausschüttungspolitik festhalten kann. Beim Ausblick wird es ambitioniert. Bis 2030 soll sich das Ergebnis verdoppeln. Das entspräche einem jährlichen Wachstum von rund 15 %. Beim Thema KI bleibt Drotleff nüchtern: hilfreich beim Heben von Datenschätzen, aber keine Lösung für Aufgaben, bei denen es auf exakte Berechnungen ankommt.