Themenhighlight
Wie viel Geopolitik hält ein Depot aus, bevor aus Nervosität ein Strategiewechsel wird? Uwe Eilers von Frankfurter Vermögen bleibt auffallend gelassen. Seine Kernthese: Der Markt vertraut bislang darauf, dass die Straße von Hormus nicht dauerhaft blockiert bleibt. Genau daran hängt für ihn die alles entscheidende Frage: Wie lange der Ölpreis hoch bleibt und wie stark Inflation und Notenbanken weiter unter Druck geraten. Eilers sieht die Währungshüter in der klassischen Zwickmühle, Zinssenkungen seien derzeit kaum zu begründen. Spannend ist vor allem seine eigene Positionierung: Die Aktienquote war schon vor der Eskalation niedrig, die US-Gewichtung wurde bereits 2024 von 65 auf rund 40 % reduziert, Europa hochgefahren. Auch beim KI-Sektor bleibt er skeptisch. Viel Fantasie, aber noch zu wenig klar sichtbarer Cashflow. Sein Rat an Privatanleger: Nachrichten nicht mit Strategie verwechseln. - Uwe Eilers: "Die Anleger scheinen offenbar ein sehr großes Vertrauen in die amerikanischen militärischen Fähigkeiten zu haben und gehen davon aus, dass die Straße von Hormus vielleicht auch innerhalb sehr kurzer Zeit wieder für die Schifffahrt geöffnet wird und dann möglicherweise keine Gefahren mehr von Seiten des Iran drohen."