"Finanzplanung ist eine wichtige Basis für gute Entscheidungen." Lisa Hassenzahl startet deshalb nicht mit Aktien oder ETFs. Zuerst empfiehlt sie Ordnung im Kopf und in den Unterlagen. Persönliche Glaubenssätze prägen den Umgang mit Geld und Risiken. Danach folgen Budgetplanung, Rücklagen und der Abbau teurer Schulden. "Niemand schlägt langfristig die Dispozinsen." Hassenzahl rät, monatliche Überschüsse sofort auf ein separates Konto zu überweisen. Erst nach dem Aufbau einer Reserve fließt Geld langfristig in Kapitalanlagen. Klare Ziele bestimmen anschließend Sparrate, Anlagestrategie und erforderliche Rendite. Eine persönliche Bilanz zeigt Vermögenswerte, Eigentumsverhältnisse und verfügbare Liquidität. Gerade Immobilien erhöhen das Vermögen, finanzieren aber nicht automatisch den Ruhestand. Testament, Vorsorgevollmacht und Nachfolge gehören ebenfalls zum Finanzplan. "Inflation ist der größte Gegner der Ruhestandsplanung." Als Orientierung nennt Hassenzahl eine wichtige Größenordnung: "Pro 500 Euro zusätzlich braucht man etwa 150.000 Euro Kapital."