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Künstliche Intelligenz verspricht Effizienz, doch bevor der erste Euro gespart ist, entstehen Setup-Kosten, Schulungsaufwand und neue Kontrollpflichten. Im Podcast "Generation Data" spricht Börsenradio-Host Peter Heinrich mit Thomas Kieselstein, Mitgründer und Senior Partner von Quoniam Asset Management, über die oft unterschätzte Rechnung hinter dem KI-Boom. Wer nur auf amerikanische Komplettlösungen setzt, macht sich abhängig von Anbietern, Rechenzentren und politischen Entscheidungen. Chinesische Open-Weight-Modelle sind weniger komfortabel, aber häufig günstiger, anpassbar und auf eigener Hardware betreibbar. Europa dagegen fehlt es nicht nur an konkurrenzfähigen Sprachmodellen, sondern auch an Rechenleistung und ausreichend verfügbarem Strom. Kieselsteins Rat: KI nicht mit dem Dampfhammer einführen, sondern gezielt dort, wo sie echten Mehrwert schafft. Auch für Anleger ist Vorsicht gefragt: Der KI-Boom sorgt für extreme Konzentrationen in Aktien und ETFs. Wo Algorithmen übertreiben, bekommt aktive, durchaus auch analoge Intelligenz wieder ihre Chance.