Vorstandsinterview
Der Wechsel des ERP Systems gerät für Softing fast zur Nahtoderfahrung. Die Einführung bindet viele Arbeitsstunden und bremst operative Aufgaben. CEO Wolfgang Trier warnt Leidensgenossen: "Das will man nur einmal erleben. Wenn Sie an Ihrem ERP-System festhalten können, halten Sie fest, solange es geht." Den Umsatzrückgang von 12 % relativiert der Vorstandsvorsitzende. Ein verkauftes Distributionsgeschäft und eine frühere Lieferspitze verzerren den Vergleich. IT-Networks kann den schwachen Jahresstart nicht vollständig aufholen. Softing senkt deshalb die operative EBIT-Prognose auf 2 bis 3 Mio. Euro. Seit Juni gewinnt das Geschäft aber wieder an Dynamik. Ein neuer Großauftrag über 15 Mio. Euro stärkt Volumen und Ergebnis. Zudem verringert er die Abhängigkeit vom klassischen Automobilzyklus. Trier betont: "Dieses Projekt gibt uns eine solide Basis der Risikostreuung." KI steigert bereits die Effizienz in Entwicklung und Produkten. "Ohne KI kann man nicht mehr wettbewerbsfähig arbeiten. Da sind sie schnell wieder auf dem Parkplatz." Nach aggressiven Tilgungen steigt die Liquidität nun wieder auf 5 Mio. Euro. Trier sagt: "Das ist nichts, worüber man sich Sorgen machen muss."
Besprochene Wertpapiere:
| WKN | Bezeichnung | ISIN | |
|---|---|---|---|
| 517800 | SOFTING AG | DE0005178008 |