Expertenmeinung
Heiko Thieme bleibt trotz DAX über 26.000 Punkten vorsichtig: In den kommenden vier bis acht Wochen hält er einen Rücksetzer von 5 bis 10 % für möglich, sein Jahresendziel von 27.500 Punkten gibt er aber nicht auf. Für den Antizykliker wäre genau das die Chance: "Zuschauer gewinnen nie" - fallen Aktien, wird in Tranchen gekauft. Bei SAP sieht Thieme weiteres Potenzial über 200 Euro und empfiehlt, nach +25 % Gewinn ein Drittel zu verkaufen, bei +35 % das zweite Drittel und den Rest per Stopp laufen zu lassen. Oracle bleibt für ihn nach dem massiven Kurssturz eine Kaufchance, nicht trotz, sondern wegen der schlechten Stimmung. Hebelprodukte gehören nur in kleinen Dosen ins Depot: bevorzugt etwa dreifacher Hebel, maximal 0,5 % Einsatz je Position. Gold bleibt für Thieme eine Beimischung, idealerweise bis zu 5 %, maximal 10 %; Barrick Mining würde er halten. Neue Ideen: Stabilus in drei Tranchen bei 17, 15 und 12 Euro sowie Xpeng bei 9,50, 8 und 6,50 Euro. Infineon, Bayer und VW bleiben Haltepositionen; bei VW hält Thieme 100 Euro in 9 bis 15 Monaten für möglich. Strategisch findet er China berechenbarer als die USA. Seine Grundregel: weniger Tageslärm, mehr Strategie, Streuung und Geduld.
Besprochene Wertpapiere:
| WKN | Bezeichnung | ISIN | |
|---|---|---|---|
| 846900 | DAX PERFORMANCE-INDEX | DE0008469008 | |
| 969420 | DOW JONES INDUSTRIAL AVERAGE | US2605661048 | |
| 918422 | NVIDIA Corp. | US67066G1040 | |
| 871460 | ORACLE CORP. | US68389X1054 | |
| A1ML7J | VONOVIA SE | DE000A1ML7J1 | |
| 766403 | VOLKSWAGEN AG Vorz. | DE0007664039 |