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Sind Anleihen plötzlich wieder spannend?: Zehnjährige US-Staatsanleihen bringen rund fünf Prozent Rendite, deutsche Bundesanleihen etwa dreieinhalb. Gleichzeitig hat die Fed gerade erst den Leitzins erhöht. Sind Anleihen damit wieder echte Konkurrenz für Aktien? Und wie gefährlich werden hohe Zinsen für die USA selbst? Gerd Häcker von Steinbeis & Häcker: "Ich denke, dass die Zinserhöhung von den Märkten vorweggenommen wurde." Er bevorzugt kurzlaufende Anleihen mit hoher Bonität und warnt vor pauschalen Anleihe-ETFs sowie Unternehmensanleihen mit höherem Ausfallrisiko. Langfristig erwartet er eine Inflationsphase, in der Sachwerte wichtig bleiben und Staatsanleihen einzelner Länder unter Druck geraten können. "Die globalen Verschuldungen sind viel zu hoch. Der Markt hegt ein großes Misstrauen gegen amerikanische Staatsanleihen. Wir haben eine langfristige Ausrichtung auf eine inflationäre Dekade. Zudem glauben wir, dass wir früher oder später einen Vertrauensverlust in den Bondmarkt erleben."