Expertenmeinung
Skin in the Game: Wenn Mio. einer Strategie folgen und Verantwortung persönlich wird. "Meine Follower sind mir egal": Der Satz von 2014 klingt härter, als Richard Dobetsberger ihn heute meint. Gerade weil er Anlegern nicht gefallen will, hält er an seiner Methode fest. Social Trading zwingt ihn zur Transparenz: Entscheidungen müssen nachvollziehbar sein, Regeln eingehalten und Verluste ausgehalten werden können. Ein wesentlicher Teil seiner Glaubwürdigkeit ist "Skin in the Game": Ein hoher zweistelliger Prozentsatz seines Gesamtvermögens steckt nach eigener Aussage in den eigenen Strategien und Produkten. Verantwortung verändert für ihn daher nicht den Handelsstil, wohl aber die Disziplin. Kritik ist willkommen, solange sie sachlich bleibt; Renditeversprechen lehnt er strikt ab: "Fix ist nix." Auch Selbstständigkeit bedeutet für ihn nicht grenzenlose Freiheit. Die Börse ist sein Vorgesetzter, Verwaltung die eigentliche Arbeit, die Analyse dagegen seine Berufung. Und wenn es schiefgeht? Aufstehen, lernen, weitermachen. Verantwortung kann stressen, aber ohne eigenes Risiko wäre sie für Dobetsberger unglaubwürdig.